Kirche

 
Die Kirche St. Stephan (Kirchstr. 10) wurde 1727 erbaut (der Grundstein ist im Turmhaus noch zu sehen) und feiert ihr Patrozinium am 3. August, dem Tag der Auffindung der Gebeine des Heiligen Stephan. Das Hauptaltarbild, das von der wuchtigen Tabernakelstele verdeckt wird, zeigt das Martyrium des Kirchenpatrons.
Als weitere Kirchenpatronin wird 1344 die heilige Agathe genannt. Das Bild des linken Seitenaltars zeigt ihr Martyrium.
Auf dem Bild des rechten Seitenaltars ist der Ortspatron von Gottenheim, der heilige Gallus abgebildet.
Näheres zur Ausstattung der Kirche und den Aposteln an den Seitenwänden finden sie im Kirchenführer am Schriftenstand.
Altar, Ambo, Tabernakelstele, Kreuz und Sedilien wurden vom Breisacher Künstler Lutz im 20. Jahrhundert geschaffen. In die Tabernakelstele hat er zwei alte Heiligenfiguren integriert: links  Johannes der Täufer (mit Bienen mit Waben) und rechts Moses mit den Gebotstafeln (Paradiesesbaum).
Als wertvollste Ausstattung der Kirche gelten ein Vortragskreuz aus dem 15. Jahrhundert, sowie ein Kelch aus dem 16. Jahrhundert, die aus Sicherheitsgründen anderenorts aufbewahrt werden.
Der Taufstein ist noch im Original erhalten geblieben.

Die zerstörte Kirche 1945

Die 1139 erstmals erwähnte Kapelle von Gottenheim war vermutlich aus Holz und wurde später durch ein Gotteshaus aus Stein ersetzt.
1465 wird berichtet, dass die Kapelle eine Ruine sei. Sie wird wiederhergestellt und im Dreißigjährigen Krieg wieder teilweise zerstört. 1727 wird das Kirchenschiff fertig gebaut und Ende des 19. Jahrhunderts renoviert.
Im zweiten Weltkrieg (1945) wurde die Gottenheimer Kirche teilweise zerstört und in den Jahren 1953/54 erweitert wieder aufgebaut.
Nach umfassenden Renovationsarbeiten in den Jahren 1972/73 und 2000 zeigt sich heute das Innere der Kirche in festlichem Glanz.