Eckdaten über die Pfarrkirche St. Laurentius Bötzingen (Patrozinium 10. August)
Die Bötzinger Pfarrkirche in der Sieglestr. 2, ist dem heiligen Laurentius geweiht. Laurentius lebte im 3. Jahrhundert und galt schon in der Frühzeit des Christentums als großer Märtyrer und bedeutender Heiliger. Wenn also eine Kirche unter dem Laurentius-Patronat steht, kann man davon ausgehen, dass die Gemeinde einen frühchristlichen Ursprung hat. So auch in Bötzingen, wo die Wurzeln bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen.
Die heutige Pfarrkirche wird bereits 1275 erwähnt und stammt mit ihrem Turm (einem sogenannten "Wehrturm") und Chorraum aus dem Spätmittelalter.
In der Zeit des 30-jährigen Krieges diente die Kirche als Simultankirche beiden Konfessionen als Gottesdienstraum.
Anfang 1990 wurde die Kirche außen grundlegend renoviert und zehn Jahre später innen saniert und umgestaltet.
Grunddaten:
- Erbaut 15. Jahrhundert (mittelalterlicher Chorbereich)
- Renoviert 1961 und 2001
- Außenrenovation 1990/91
- Turm als Wehrturm
- Gotisch
- Größe 31x8,20x7 m
- Orgel (ehem. Langschifforgel aus dem Freiburger Münster) 18 Register
Zwischen 1999-2001 Neugestaltung der Choreinrichtung aus schamottiertem Ton durch den Freiburger Plastiker und Bildhauer Bernhard Jensch.
Chorfenster von P. V. Feuerstein (1969)
Kirchlicher Bauförderverein St. Laurentius e.V.

Unser Verein wurde am 03. Oktober 1995 „zum Zweck der ideellen und finanziellen Unterstützung der Kath. Pfarrgemeinde Bötzingen bei der Durchführung der Innenrenovation der Pfarrkirche St. Laurentius" gegründet. Beim Besuch unserer Pfarrkirche können Sie sich von der gelungenen Renovation überzeugen. Wenn Sie unser Bemühen um den Erhalt unserer Pfarrkirche durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen wollen – der Jahresbeitrag beträgt 30,00 €.
weitere Informationen
Die Pestkapelle St. Alban (Oberschaffhausen) Bötzingen (Patrozinium 21. Juni)
In Jahr 1481 stifteten die beiden Gemeinden Bötzingen und Oberschaffhausen eine Frühmesspfründe zur seelsorgerlichen Betreuung der Bewohner von Oberschaffhausen. Die Pestkapelle wurde dem Kirchenpatron St. Alban (Kapellenweg) geweiht. Eine Legende erzählt, dass er nach seiner Enthauptung seinen Kopf zu der von ihm bestimmten Begräbnisstätte getragen habe. Dieses Ereignis zeigt die Statue des heiligen Alban über dem Eingangsportal. Kurzbiographie: Der heilige Alban aus Mainz
Nachdem die Kapelle im 19. Jahrhunderts ziemlich verwahrloste, musste sie von 1961 an gründlich saniert werden. Dabei wurde die reiche Raumbemalung der Ursprungzeit wieder frei gelegt. Was unter den Verputzungen zum Vorschein kam, wirkt bis heute wie ein Wunder.
Neben dem Pestkreuz am Hauptaltar finden sich in der Kapelle eine gotische Marienstatue, sowie eine Statue der heiligen Katharina und des Heiligen Ivo von Straßburg. Im Chorgewölbe sind die vier Evangelistensymbole und der thronende Christus zu sehen. Von der Ausmalung der Chorwände ist nur noch eine großfigurige Krönung Mariens erhalten. An der Chorbogenwand erscheinen Szenen aus dem Leben der hl. Ursula und der hl. Elisabeth von Thüringen. Lebensbilder des heiligen Alban links und rechts vom Chorbogen vermischen sich mit der drastischen Lebensgeschichte des hl. Sebastian und Szenen aus der Passion Christi. Die Darstellung des hl. Mauritius weist darauf hin, dass die Kirche zur Kommende des Deutschen Ordens gehörte.
Eckdaten:
- Erbaut 1473/81
- Außenrenovation 1981
- Gotisch
- 112 qm
-
Fresken



