Sergius I.

Namenstage: Sergej, Sergio

Funktion: Heiliger, Papst

Gedenktag: 8. September

Sergius war Abkömmling einer in Palermo (Sizilien) lebenden syrischen Kaufmannsfamilie und bis zu seiner Priesterweihe Gesangslehrer. Am 15. Dezember 687 zum Nachfolger von Papst Conon geweiht, nahm er 691/92 an der Trullanischen Synode in Konstantinopel teil, weigerte sich aber beharrlich, deren Beschlüsse, die ihm zu viele antirömische Tendenzen aufwiesen, zu unterzeichnen. Kaiser Justinian II. ordnete, als alles Drängen nichts half, Sergius’ Verhaftung und Überstellung nach Konstantinopel an, doch die örtlichen Truppen verweigerten den Befehl. Dies kennzeichnet den Beginn der Loslösung der römischen Kirche vom Osten. Roms eigenständige Politik unterstrich Sergius auch durch gute Kontakte zu den Klerikern in den angelsächsischen Königtümern und im Frankenreich.
Er bereicherte die Messliturgie um das Agnus Dei und legte mehrere Marienfeste für den Lauf des Kirchenjahres fest (Mariä Geburt, Mariä Verkündigung, Kreuzerhöhung und andere).
Sergius starb am 8. September 701 und wurde im Petersdom bestattet.

Darstellung: im Papstgewand

Attribute: Tiara, Kreuzstab (mit drei Querbalken)

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010